Implantologie

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die die biologische Funktion der natürlichen Zähne übernehmen können. Auch der Halt und die Belastbarkeit sind vergleichbar mit einem natürlichen Zahn. Sie werden bereits seit vielen Jahren in der zahnmedizinischen Praxis eingesetzt und dienen in der Hauptsache der Aufnahme, bzw. der Verankerung von Kronen,  Brücken und Prothesen. Außerdem können Implantate dem Knochenschwund vorbeugen, der durch fehlende Belastung des Knochens nach Zahnverlust entsteht, da durch Implantate der Knochen weiterhin beansprucht wird. Weiterhin kann beim Einsatz von Implantaten die Struktur des Zahnfleisches erhalten werden und somit ist der künstliche Zahn von den übrigen, natürlichen Zähnen optisch nicht zu unterscheiden.

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Bei einigen Grunderkrankungen ist es jedoch nicht ohne weiteres möglich, Implantate einzusetzen. Zu diesen Erkrankungen gehören unter anderem: Blutgerinnungsstörungen, Autoimmunerkrankungen sowie krankhafte Veränderungen der Mundschleimhäute. Außerdem sollten Implantate bei Jugendlichen vor Abschluss des Wachstums nicht eingesetzt werden, da das Kieferwachstum durch die Implantation beeinflusst werden kann.

Wichtig und wesentlich für eine erfolgreiche Implantation ist ein ausreichendes Knochenangebot im jeweiligen Kiefer. Sollte dies nicht gewährleistet sein, kann gegebenenfalls auch körpereigener Knochen von anderer Stelle oder Knochenersatzmaterial an die entsprechende Stelle eingebracht werden.

Das Einbringen der Implantate erfolgt unter örtlicher Betäubung. Hierbei wird eine genau passende  Bohrung für jedes Implantat eingebracht. Danach werden die Implantate eingeschraubt und für eine Einheilzeit von ca. 4-6 Monaten wird der Patient mit provisorischem Zahnersatz versorgt. Ist die Einheilphase beendet, erfolgt ein kleiner Eingriff, bei dem die Schleimhaut eröffnet, zur Seite gedrückt und die Implantatschrauben mit Verlängerungspfosten versehen werden. Die Provisorien werden hierfür passend umgestaltet. Ist die Schleimhaut verheilt, kann die Herstellung des endgültigen Zahnersatzes begonnen werden.

Die Erfolgsaussichten sind als sehr gut einzustufen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Lebensdauer von Implantaten  besagen, dass nach 10 Jahren im zahnlosen Unterkiefer noch mehr als 90% der Implantate funktionstüchtig sind, im Oberkiefer sind es noch ca. 80-85%. Es gehen also nur sehr wenige Implantate verloren, wobei selbst nach Implantatverlust eine erneute Implantation nicht ausgeschlossen sein muss.Suchterkrankungen wie Drogen, übermäßiger Tabletten oder Alkoholkonsum beeinflussen die Lebensdauer der Implantate negativ. Ebenso gefährdet starkes Rauchen die Einheilung und den dauerhaften Bestand von Implantaten.

Sollten Sie Fragen zu eventuellen Risiken des hier beschriebenen Eingriffes haben, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Zahnarzt.

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